J wie Jugendvorsorge und Jungensprechstunde

Mädchen gehen irgendwann zur Frauenärztin (oder zum Frauenarzt). Aber Jungs?

Wer ist Ansprechpartner, wenn es um Fragen geht, die sich um Pubertät, körperliche Veränderungen, Sexualität, Verhütung usw. drehen?

Natürlich können wir Kinderärzte erste Ansprechpartner in allen gesundheitlichen Fragen sein.

Dazu gibt es zum einen die Jugendvorsorgeuntersuchungen J1 und J2, die mit 12-14 Jahren bzw. 16/17 Jahren durchgeführt werden.

Hier geht es neben körperlichen Untersuchungen auch darum, dass die Jugendlichen die Gelegenheit haben, über für sie wichtige Themen zu sprechen. Das geht von Problemen im familiären Umfeld, Freundeskreis oder Schule bis zu Fragen zu Sexualität oder Berufswunsch.

Selbstverständlich können die Jugendlichen auch außerhalb der Vorsorgen mit entsprechenden Fragen in die Praxis kommen.

Aber mit 18 ist Schluss. Und dann?

Und vielleicht ist es auch mal so, dass sich gerade Jungs schon in der „Übergangszeit“ einen speziellen/anderen/männlichen/… Ansprechpartner wünschen. Oder sich lieber anonym im Internet informieren. Aber wo findet man da eine kompetente Beratung?

Dazu habe ich kürzlich einen tollen Tipp gelesen (Monatsschrift Kinderheilkunde 5/2017):

Es gibt auf Youtube einen Kanal, der sich „Jungensprechstunde“ nennt.

Dort können Jungen (anonym) Fragen stellen, die Prof. Steffens vom St.-Antonius-Hospital Eschweiler in anschaulichen Videos beantwortet.

Du findest dort bereits Antworten auf Fragen wie „Machen Handies in der Hosentasche unfruchtbar?“, „Was ist eine Pubertätsbrustschwellung?“, „Was ist eine Hodenverdrehung?“ (siehe dazu auch meinen Artikel „H wie Hodenschmerzen„) und viele mehr.

Schau mal rein.

Und steht die J1/J2 schon in deinem Kalender…?

 

Übrigens: Die J2 wird noch nicht von allen – aber sehr vielen – Kassen übernommen. Du kannst dich aber problemlos schnell im Internet informieren, ob deine Kasse dabei ist…

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