Karriereausblick

Die alte Dame lag perfekt gestylt in ihrem Bett. Ich stand vor ihr in meinen Privatklamotten (dazu ein andermal) und quasi direkt vom Friseur kommend und halte einen Vortrag über irgendwas Patientenrelevantes. Plötzlich unterbricht sie mich mit einer ausladenden Handbewegung. “Warum sind Sie nicht zum Film gegangen?”, fragte sie mit theatralischer Miene und zeichnete dabei […]

Arbeitsgebiete II: Protokolle zur Neuromodulation bei Migräne

Das zweite übergeordnete Thema meiner Arbeitsgebiete ist die Entwicklung neuer Protokolle zur elektromagnetischen Stimulation des Gehirns bei Migräne. Das ist zunächst gar nicht so zukunftsorientiert wie es klingt. Solch ein Protokoll lautete z.B. im 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung so: man nehme einen Zitterrochen und lege ihn (lebendig) auf den eigenen Kopf. Der römische Arzt Scribonius Largus hat es sich ausgedacht. Und noch zu Zeiten der Erfindung der Leidener Flasche war die einzige praktische Anwendung der Elektrizität eine medizinische zurweiter

Arbeitsgebiete I: Vom Membranprotein zu Schmerz und Halluzinationen

In welche Fragestellungen meine Forschung eingebunden ist, zeigt anschaulich eine Abbildung, die ich für einen geplanten Buchartikel und für meine Webseite zusammengestellt habe. (A) Auf der molekularen Ebene betrachten wir Funktionsveränderungen der Zellmembran, die u.a. durch genetische Mutationen hervorgerufen werden können. (B) Darauf aufbauend wird auf der zellulären Ebene die Elektrophysiologie und deren Einfluss auf den Ionenhaushalt des Gehirns modelliert. (C) Gehirnzellen formen kortikale Netzwerke und definieren so nicht nur Schaltkreise sondern auch Gewebeeigenschaften in den verschiedenen Schichten der Hirnrinde (Kortex). (D) Nervenzellenweiter

Psychogene Polydipsie und Zönästhesien?

Bild: Alf van Beem (Eigenes Werk) [CC0], via Wikimedia Commons Der junge Patient Hr. A. leidet schon seit vielen Jahren unter einer Psychose mit verschiedenen Wahninhalten. Er ist mit Risperdal-Consta seit einigen Monaten recht stabil eingestellt. Doch in den letzten Wochen hat sich sein Verhalten dramatisch verändert. Er berichtete, dass er das Gefühl habe, sein Körper “brenne innerlich”, […]

Trendscouting Pharma-Vertrieb: Wie durch Podcasts Leerzeiten zu Lehrzeiten werden

Außendienstmitarbeiter mögen keine umfangreichen Informationen Befragungen im Rahmen des Projektes „Sales Talk Insights“ zeigen, dass nur knapp 40% der Pharma-Referenten die Materialien, die in Zusammenhang mit Präparateschulungen ausgegebenen werden, für eine spätere Nachbereitung zu Hause nutzen. Gründe hierfür sind u. a. – zu umfangreiche Materialien, – fehlende Zusammenfassungen, die die vermittelten Inhalte argumentationsgerecht auf den […]

Freie Ärzteschaft bei Großdemonstration gegen Überwachung in Berlin: "Elektronische Gesundheitskarte ist Vorratsdatenspeicherung im Interesse von Kassen und Wirtschaft"

 

Berlin (ots) – Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist der
Zugangsschlüssel zu den Daten von Millionen Menschen. Seit mehr als zehn
Jahren wollen Politik, Krankenkassen und IT-Wirtschaft die weltweit
größte IT-Struktur schaffen, mithilfe der eGK alle Medizindaten zentral
speichern und für zwei Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen
zugänglich machen. “Es soll eine Vorratsdatenspeicherung im Interesse
der Kassen, von IT-Industrie und Gesundheitswirtschaft aufgebaut
werden”, sagte Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft
(FÄ), heute in Berlin in seiner Rede bei der Demonstration “Freiheit
statt Angst”.

 http://www.presseportal.de/pm/57691/2819332/freie-aerzteschaft-elektronische-gesundheitskarte-ist-vorratsdatenspeicherung-im-interesse-von

Rede auf der Kundgebung zum Thema eGK:

https://freiheitstattangst.de/

Von Arabern und Juden in Berlin

Nach Wowereits Rücktritt rief mich diese Woche ein Journalist aus Wien an. Er wollte wissen, ob ich Raed Saleh wählen würde, einen aus Samaria gebürtigen Araber, der möglicherweise das höchste Amt im Bundeslande bekleiden wird. Da es wohl nicht zu einer Neuwahl kommt und da ich sowieso nicht stimmberechtigt bin, hatte sich mir die Frage noch nicht gestellt. Nach kurzem Nachdenken sagte ich: Natürlich würde ich ihn wählen. »Obwohl er Palästinenser ist?«, zeigte sich mein Gesprächspartner, soweit ich das amweiter