Der Masterplan des neuen Gesundheitsministers

Herr Gröhe, unser aktueller CDU-Gesundheitsminister, ist als Jurist und Berufspolitiker für seine neue Aufgabe perfekt geeignet. Bei seinem ersten Vorsprechen im Deutschen Bundestag hat er gestern unter anderem gesagt: “Wir wollen Menschen für einen Gesundheitsberuf gewinnen, ja begeistern.” Das klingt vielversprechend! Aber es kommt noch besser. Er sagte nämlich auch: “Dauerhafte Qualitätssicherung ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Politik.” Er will also Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Politik einführen: “Zu diesem Zweck werden wir ein neues Qualitätsinstitut schaffen.

Fantastisch! Endlich eine leitlinienorientierte und mit Rankings qualitätsgesicherte Gesundheitspolitik, eventuell sogar mit Regresshaftung bei Verfehlen des Plansolls. Ein von den Bundestagsabgeordneten selbst finanziertes Institut zur Sicherung der Qualität in der Politik.

Oder meinte er eher ein Qualitätsinstitut für die ambulante und die stationäre Versorgung? Damit würden das IQWIG, das ÄZQ, das WIDO, der GbA, die GQMG, die KTQ, das IQMG, um nur einige zu nennen, überflüssig?

Oder meinte er etwas völlig anderes: “Zur Qualität im Gesundheitswesen gehört auch diese Frage wird in diesen Tagen wieder einmal öffentlich diskutiert –, dass die Menschen in angemessener Zeit einen Termin beim Facharzt bekommen. (…) Daher wollen wir, dass künftig Terminservicestellen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen helfen, zügig einen Facharzttermin zu erhalten, oder, falls dies nicht möglich ist, eine ambulante Behandlung im Krankenhaus ermöglichen. Die Ärzteschaft hat auf diesen Vorschlag mit kritischen Einwänden, aber auch mit eigenen Vorschlägen etwa im Hinblick auf eine differenzierte Überweisungspraxis – reagiert. Ich begrüße, dass damit Handlungsbedarf eingeräumt wird.”

Von einem Juristen hätte ich eine fundiertere Kenntnis der Gesetzeslage erwartet: solange “wesentliche Elemente der Daseinsvorsorge” durch politische Vorgaben rationiert werden, solange wird es auch Terminschwierigkeiten geben. Und die Begeisterung für einen Gesundheitsberuf wird sich in Grenzen halten, wenn weiter Mittel aus der ambulanten Daseinsvorsorge abgezogen und profitorientierten Klinikkonzernen zugeschustert werden.

Es ist nach wie vor ärgerlich, dass unsere Ärztefunktionäre regelmäßig und impertinent durch vorauseilenden Gehorsam unangenehm auffallen, statt klar festzustellen, dass die Wartezeiten Ausdruck einer verfehlten Kostendämpfungs- und Rationierungspolitik sind.

TeilnehmerInnen für Videoprojekt »Kinder von psychisch kranken Eltern« gesucht

Schätzungsweise zwei bis drei Millionen Kinder in Deutschland haben mindestens ein psychisch krankes Elternteil. Ungefähr 75% dieser Eltern leben mit ihren Kindern zusammen. Die Erkrankung eines Elternteils ist auch für die Kinder oft mit Problemen und Konflikten verbunden, da psychische Krankheiten für Kinder oft unverständliche emotionale Schwankungen und Ausbrüche eines geliebten Menschen mit sich bringen.

In einem Videoprojekt soll mit mehreren Kindern/Jugendlichen, aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch krank ist, ein Dokumentarfilm zum Thema »Kinder psychisch kranker Eltern« produziert werden. Für das Videoprojekt des Medienprojekts Wuppertal werden betroffene junge Menschen im Alter zwischen 12 und 21 Jahren gesucht.

Wir Erdgebundene

Menschen sind für den Weltraum nicht geschaffen, meint die New York Times. Und das gerade jetzt, da die holländische Firma Mars One mit mindestens vierzig Astronauten eine Marskolonie errichten will! Sollen wir also doch lieber zuhause bleiben? Als Mediziner hat mich natürlich interessiert, mit welchen Gesundheitsprobleme Menschen im Weltraum rechnen müssen. Ich hatte schon gehört, dass manche Menschen im Weltraum raumkrank werden. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Es sendet widersprüchliche Informationen an dasweiter

Urteil zum aut idem: “Eine Wohltat, das zu lesen!”

Das Sozialgerichtsurteil zum Thema “aut idem” ist diesmal das Thema von ÄG Nord Vorstandssprecher Dr. Klaus Bittmann: “Das Sozialgericht hat eindeutig für den Apotheker entschieden, der sich in diesem Fall vor die Entscheidungsfähigkeit des Arztes gestellt hat. Sämtliche relevante Paragrafen, alle Rechtskreise sind untersucht worden und unterm Strich kommt trotzdem nichts anderes heraus: Nämlich dass […]

Personal und Strategie 2014 | Sprechstunde Medizinrecht

Auch in diesem Jahr gibt es einen monatlichen Newsletter. Der Erste ist heute erschienen und beschäftigt sich mit Personalfragen und entsprechenden Strategieentscheidungen, die man auch getrost als gute Vorsätze bezeichnen könnte. Lohnt die Anstellung oder die Aufnahme eines neuen Gesellschafters? Welche Probezeiten sind hier möglich? Wie gestalte ich die Vergütung und schaffe finanzielle Anreize? Hat […]

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Innovatives Web-TV-Portal für die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft

„Lohmann media.tv“ vernetzt die Branche digital Die vielen Gesundheitskongresse zeigen deutlich, dass ein großes Interesse besteht, sich auszutauschen und zu vernetzen“ betont Prof. Heinz Lohmann im Gespräch mit PEGaktiv. So sei die Idee entstanden, diese zentralen Funktionen der temporären Tagungen auf ein permanentes Web-TV-Portal zu übertragen. „‘Lohmann media.tv‘ soll die direkte Kommunikation auf den Kongressen … Weiterlesen

Eine Ode an die Freundschaft – Wolfgang Vorhagen zum Sechzigsten

Ob als Mitstreiter bei positiv e.V., der Organisationsgruppe der bundesweiten Positiventreffen im Waldschlösschen, die er seit 1986 mit durchführt, ob als pädagogischer Mitarbeiter des Waldschlösschens, wo viele Aus- und Fortbildungsveranstaltungen der Deutschen AIDS-Hilfe stattfinden, die er mit vorbereitet und begleitet, oder als Aktivist in der Aidshilfe-Bewegung: Wolfgang Vorhagen hat unsere Arbeit seit vielen Jahren geprägt, […]

In der Zwischenzeit

Die jüngere Frau wirft der Pharmaassistentin ihr Rezept auf die Theke und meint, sie komme später wieder – sie ginge jetzt rasch einkaufen. Ich bereite ihre Sachen vor – danach gehe ich nach hinten, ein Dosett abfüllen. Als ich wieder nach vorne komme, das Dosett auch im Computer einzugeben, bekomme ich mit, wie die Frau … … Weiterlesen

Zeitzeugen

Die Tage werden wieder länger und dunkle Ecken heller. Deshalb ist mir auch mein Staubwedel wieder in die Hände gefallen. Gekauft hatte ich ihn eigentlich mal, weil er mich an diese Filmkomödien erinnert hat, in denen Hausangestellte mit weißem Schürzchen und so einem Ding herumhuscheln. Das sieht albern aus, aber es funktioniert ziemlich gut. Die vielen Verästelungen des Federaufbaus binden den Staub, statt ihn nur aufzuwirbeln, und man muss vor dem Abstauben noch nicht einmal Aufräumen, weil man mit denweiter