Adventskalender

Endlich habe ich es mal geschafft: Kids and me präsentiert: Den “Kids-and-me-Adventskalender”! Nichts Besonderes, aber ab morgen gibt es hier jeden Tag ein Rätselchen zu lösen, aus dem sich am Ende ein Lösungswort ergibt. Dieses bitte dann ab dem 24.12. in den Kommentaren posten. Alle Kommentare werden vom 1.12. bis 25.12. von mir moderiert, d.h. […]

NEU: EUBOS Diabetische Haut Pflegeserie

Der Diabetes mellitus, charakterisiert durch einen erhöhten Serum-Glucose-Spiegel, ist eine häufige Erkrankung – etwa 6,6 % der Bevölkerung sind weltweit betroffen, allein in Deutschland etwa 10 Millionen. Eine verlässliche Hautpflege gewinnt bei Diabetes eine ganz besondere Bedeutung, denn es sind spezielle Hautveränderungen als Konsequenz der Stoffwechselstörung möglich. Am häufigsten liegt eine Xerosis (trockene Haut) vor. Als Folge können Austrocknungsekzeme, oft verbunden mit starkem […]

Die Hoffnung schwindet

Komet ISON ist auf den letzten LASCO C3-Bildern der Sonnensonde SOHO weit schwächer als C/2011 W3 Lovejoy zu diesem Zeitpunkt nach dem Perihel: +5mag und weiter abnehmend (hier in einer Animation der Bilder sehr gut zu sehen). Die Chancen auf eine Sichtbarkeit mit bloßem Auge sind damit wohl ziemlich gering. Ich persönlich denke nicht, dass es überhaupt viel zu sehen gibt, außer für ein paar Spezialisten. Noch bis heute Abend, 24 Uhr MEZ, ist der Komet auf den LASCO C3-Bildernweiter

Praxisorganisation: Zehn Minuten für den Erfolg / Healthcare Statistics ToGo

Die Ergebnisse aus Benchmarking-Praxisanalysen zeigen, dass weniger als 15% der Praxisinhaber regelmäßig die Funktionalität ihrer Praxisorganisation überprüfen. Der Aufwand hierfür wäre gering: ein entsprechender Besprechungspunkt im Team-Meeting zum Ende der Woche sowie ein retrospektiver Blick auf Wartezeiten und Unerledigtes liefern bereits entscheidende Anhaltspunkte für mögliche Veränderungsnotwendigkeiten. Aus der Kontinuität eines derartigen Handelns, das pro Woche […]

Buchbesprechung "Deadly Medicines and Organised Crime" von Peter Gøtzsche [Akt.]

Was ist der Inhalt von Peter Gøtzsches Buch „Deadly Medicines and Organised Crime“? Wer ist Peter Gøtzsche? Ist das Buch lesenswert?

Im neu erschienenen Buch „Deadly Medicines and Organised Crime: how big pharma has corrupted healthcare“ („Tödliche Medizin und organisiertes Verbrechen: Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert hat“) von Peter C. Gøtzsche wird die Pharmaindustrie beleuchtet. Es erscheint ein Jahr nach Ben Goldacre’s Bad Pharma.

Book cover "Deadly Medicines and Organised Crime"Deadly Medicines and Organised Crime | CC BY-SA-NC DES Daughter via flickr

Peter Gøtzsche ist Medizinprofessor in Dänemark, Mitbegründer der Cochrane Organisation und Leiter des Nordic Cochrane Centers. Ein wichtiger Wissenschaftler.

Interessant ist, dass Peter Gøtzsche beide Seiten, jene des unabhängigen Forschers, aber auch jene eines Pharmaangestellten kennt. Wie er im Buch beschreibt, ist es so gekommen, dass er nach seinem Biologiestudium beim Pharmaunternehmen Astra (heute Astra-Zeneca) seinen Berufseinstieg als Pharmareferenten machte.

Pharmareferenten sind gebildete Verkäufer, die den Ärzten die Medikamente des eigenen Unternehmens anpreisen. Sie besuchen und umgarnen Ärzte, so dass die Ärzte möglichst die eigenen Medikamente verschreiben. Pharmareferenten haben in der Regel keine medizinische Ausbildung.

Was Peter Gøtzsche sah, brachte in zum Nachdenken und seine Arbeit stellte ihn vor Gewissenskonflikte. Weckte aber auch sein Interesse und sein kritisches Denken. So nahm er parallel zu seiner Arbeit ein Medizinstudium auf. Sechs harte Jahre mit Doppelbelastung.

Er war fasziniert von der evidenzbasierten Medizin (EBM), welche sich in jener Zeit zu entwickeln begann. Eine Medizin, die sich auf Fakten stützt und nicht auf Hörensagen und pure Meinungen von Autoritäten.

Seine Erfahrungen als ehemaligen Insider der Pharmaindustrie und die Erkenntnisse der evidenzbasierten Medizin machten ihn zu einem Vorkämpfer gegen die Korruption in der Medizin.

In seinem Buch kommt Peter Gøtzsche zum Schluss: die Medizin ist kaputt. Wie schon Ben Goldacre in seinem Buch „Bad Pharma“.

Peter Gøtzsche geht noch weiter und vergleicht die Pharmaindustrie mit der organisierten Kriminalität: Wiederholter, planmässiger Betrug.

Er schreibt mit starken Worten. Nennt Dinge beim Namen.

The main reason we take so many drugs is that drug companies don’t sell drugs, they sell lies about drugs. This is what makes drugs so different from anything else in life…

Als evidenzbasierter Mediziner untermauert er seine Argumente mit Belegen.

Den Kennern der Materie beschreibt er nichts neues.

Man spürt seine ungeheure Wut nach all den Jahren ohne Fortschritte.

Vergleich mit Ben Goldacre’s „Bad Pharma“

Peter Gøtzsche und Ben Goldacre schreiben über das gleiche Thema und kommen zum gleichen Schluss. Beide Bücher deprimieren und machen wütend. Was ist das lesenswertere Buch?

Für mich ist Ben Goldacre’s „Bad Pharma“ das bessere Buch. Ben Goldacre ist für seinen unterhaltsamen Schreibstil bekannt. So ist „Bad Pharma“ unterhaltsam zu lesen, trotz des deprimierenden Inhalts. Zudem legt Ben Goldacre mehr Wert auf die Vermittelung von Hintergrundwissen als auf die Aufzählung von Fakten. Es ist lehrreicher. Man lernt mehr über das Funktionieren der medizinischen Wissenschaft. Lösungsmöglichkeiten werden besser aufgezeigt.

„Bad Pharma“ ist mittlerweile in diverse Sprachen übersetzt worden, auch deutsch.

Peter Gøtzsches Buch „Deadly Medicines and Organised Crime“ bleibt aber ein wichtiges Buch. Die Fakten sind sehr wertvoll.

Die Bedeutung von Peter Gøtzsches Buch ist an den Autoren der beiden Vorwörter ersichtlich. Zum einen Richard Smith, ehemaliger Chefredaktor (Editor-in-Chief) des BMJ und Drummond Rennie, Vizechefredaktor (Deputy Editor) des JAMA. BMJ und JAMA gehören zu den angesehensten Medizinzeitschriften (medical journals). Das Vorwort von Richard Smith kann auf seinem Blog gelesen werden. Es lohnt sich.

Fazit

Peter Gøtzsches Buch „Deadly Medicines and Organised Crime“ ist ein wichtiges Buch. Die Fakten sind sehr wertvoll. Ben Goldacre’s Bad Pharma ist aber lesenswerter.

Die beschriebenen Probleme der Medizin und der Pharmaindustrie sollten alle Leute kennen. Wenn die Probleme nicht genügend Leuten bekannt sind, werden sie auch nicht behoben.

Alle Personen mit Bezug zur Medizin sollten Ben Goldacre’s „Bad Pharma“ lesen.

Nachtrag

[Aktualisierung 06.12.2014: Peter Gøtzsches Buch ist auf deutsch erschienen: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert. Zudem strahlt das Wissenschaftsmagazin von Radio SRF eine Buchbesprechung aus.]

[Aktualisierung 11.01.2015: Der Infosperber hat ein Kapitel der deutschen Übersetzung abgedruckt: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität, 21. Nov 2014]

Lernstrategie

Ich habe eine sehr eigenwillige Lernstrategie. Ich bin mir bewusst, dass ich eher einen audio-visuellen Lernstiel besitze. In den letzten beiden Wochen bin ich relativ gut mit meinem System klar gekommen. System: Ich teile meine Lernzeiten in Einheiten auf. Je nach Komplexität des Themas zwischen 30 und 45 Minuten. Die … Continue reading

Endlich! Séralinis Genfood-Sensation wandert in die Tonne

Wer erinnert sich noch? Im letzten Jahr veröffentlichte das Labor von Prof. Gilles-Eric Séralini der Universität Caen eine Arbeit mit riesigen, sensationsheischenden Bildern von Ratten, deren Tumore im Verlauf von zwei Jahren auf bis zu 25% des Körpergewichts angewachsen waren. Die Tiere hatten gentechnisch veränderten Mais der Firma Monsanto und das Herbizid RoundUp zu fressen bekommen. Es gab einen riesigen Medienrummel um das „giftige Genfood“. Das Journal Food and Chemical Toxicology, das Séralinis Arbeit im September 2012 veröffentlichte, hat die Arbeit nunweiter

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – warum eigentlich?

Am Sonntag, dem 1. Dezember 2013, ist nicht nur der erste Advent und die demokratisch-parlamentarische Synodalwahl der evangelischen Landeskirche Württemberg – sondern auch (um 9.20 Uhr) ein weiteres Interview bei den Freunden von Radio RBB eins. Diesmal soll es, so wurde mir gesagt, um das Thema “Licht” in den Religionen gehen. Da traf es sich gut, dass ich just diese Woche beim Entzünden des ersten Chanukka-Lichtes in 2013 auf dem Schlossplatz Stuttgart dabei war – und ein Bild schießen konnte,weiter