Key-Facts: 7 Überraschungen im Telemedizin App Vergleich
- Fokus-Unterschied: Doctolib ist vorrangig ein Buchungssystem. TeleClinic ist eine reine Online-Arzt-Praxis.
- Videosprechstunde: Beide Anbieter ermöglichen digitale Termine. Jedoch unterscheidet sich der Ablauf stark.
- Wartezeiten: TeleClinic bietet oft Termine innerhalb von 30 Minuten. Deshalb punktet die App bei Akutfällen.
- E-Rezept: Digitale Verordnungen sind bei beiden Plattformen möglich. Zudem funktioniert die Einlösung bundesweit.
- Kosten: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die TeleClinic-Kosten oft komplett. Dennoch gibt es Ausnahmen.
- Patientenakte: Die Integration in die elektronische Patientenakte schreitet voran. Folglich wird der Datenaustausch einfacher.
- Krankschreibungen: Digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) sind möglich. Allerdings gelten hier strenge gesetzliche Grenzen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Die digitale Revolution im Wartezimmer

Die Digitalisierung verändert unser Gesundheitssystem rasant. Früher waren volle Wartezimmer der absolute Standard. Heute nutzen Millionen Menschen digitale Alternativen. Deshalb rückt das Smartphone zunehmend in den medizinischen Fokus. Ein umfassender Telemedizin App Vergleich ist heute unerlässlich. Schließlich gibt es viele verschiedene Anbieter auf dem Markt. Patienten suchen nach schnellen und sicheren Lösungen für ihre Gesundheit. Folglich boomen Plattformen für die ärztliche Versorgung aus der Ferne. Besonders zwei Namen dominieren den deutschen Markt. TeleClinic und Doctolib sind hierbei die bekanntesten Vorreiter. Dennoch verfolgen beide Unternehmen völlig unterschiedliche Strategien. Genau das sorgt oft für Verwirrung bei den Nutzern.
In diesem Artikel beleuchten wir beide Plattformen im Detail. Wir decken insgesamt 7 Überraschungen auf. Diese Fakten zeigen die wahren Stärken und Schwächen. Außerdem analysieren wir die wissenschaftliche Evidenz dieser Systeme. Telemedizin ist nämlich weit mehr als nur ein Videoanruf. Vielmehr handelt es sich um eine komplexe digitale Gesundheitsanwendung. Darum betrachten wir auch die technische und physiologische Seite. Zudem werfen wir einen Blick auf aktuelle klinische Studien. Renommierte Fachmagazine wie The Lancet untersuchen diese Apps regelmäßig. Dadurch erhalten wir ein objektives Bild der Versorgungsqualität.
Warum dieser Test so wichtig ist
Viele Patienten kennen den Frust bei der Terminvereinbarung. Man hängt oft stundenlang in der Warteschleife. Deshalb suchen Betroffene nach digitalen Auswegen. Doctolib verspricht hierbei eine schnelle Online-Buchung. TeleClinic lockt hingegen mit sofortiger ärztlicher Beratung. Jedoch wissen viele Nutzer nicht, welche App besser passt. Demzufolge kommt es häufig zu Fehlbuchungen. Außerdem sind die Themen Datenschutz und Sicherheit enorm wichtig. Vertrauliche Gesundheitsdaten erfordern nämlich höchste Schutzmaßnahmen. Somit ist ein genauer Blick hinter die Kulissen nötig.
Wir haben beide Apps intensiv geprüft. Dabei lag unser Fokus auf der echten Nutzererfahrung. Zudem haben wir medizinische Fachartikel und Studien ausgewertet. Das Ergebnis ist dieser detaillierte Ratgeber. Er soll Ihnen als verlässliche Entscheidungshilfe dienen. Schließlich geht es um Ihre persönliche Gesundheit. Daher müssen Sie die Werkzeuge genau verstehen. Im Folgenden erklären wir Ihnen die genauen Unterschiede. Darüber hinaus beantworten wir die häufigsten Patientenfragen umfassend.
Grundlagen & Definition: Was können die Apps?
Um die Plattformen zu vergleichen, müssen wir die Grundlagen klären. Telemedizin umfasst alle medizinischen Leistungen über räumliche Distanzen. Hierbei kommen Informations- und Kommunikationstechnologien zum Einsatz. Ein zentrales Element ist die klassische Videosprechstunde. Sie ermöglicht den direkten Sichtkontakt zwischen Arzt und Patient. Folglich können viele Diagnosen auch visuell gestellt werden. Zudem lassen sich Befunde sicher digital besprechen. Jedoch stößt diese Methode auch an gewisse Grenzen. Deshalb ersetzt sie nicht jede physische Untersuchung. Dennoch bietet sie eine enorme Zeitersparnis für alle Beteiligten.
Der Begriff Online-Arzt hat sich mittlerweile fest etabliert. Er beschreibt Mediziner, die primär oder ergänzend digital behandeln. Diese Ärzte nutzen spezielle Software für ihre Diagnostik. Außerdem stellen sie nach der Beratung ein e-Rezept aus. Dieses digitale Rezept wird direkt an die Apotheke übermittelt. Somit entfällt der lästige Weg zur Praxis. Darüber hinaus können Patienten ihre Dokumente digital verwalten. Die elektronische Patientenakte spielt hierbei eine zentrale Rolle. Sie bündelt alle wichtigen Gesundheitsinformationen an einem sicheren Ort.
Doctolib: Das umfassende Praxis-Management
Doctolib ist in erster Linie eine Terminbuchungsplattform. Die Software richtet sich stark an Ärzte und Kliniken. Sie optimiert den gesamten organisatorischen Ablauf einer Praxis. Deshalb wird sie oft als digitales Praxis-Management-System bezeichnet. Patienten nutzen die App vor allem zur Arztsuche. Zudem können sie freie Termine direkt online buchen. Dies funktioniert rund um die Uhr völlig problemlos. Allerdings bietet Doctolib selbst keine eigenen Ärzte an. Vielmehr vermittelt die Plattform den Kontakt zu niedergelassenen Medizinern.
Zusätzlich bietet Doctolib eine integrierte Videosprechstunde an. Niedergelassene Ärzte können dieses Modul für ihre Patienten nutzen. Folglich finden auch hier digitale Konsultationen statt. Jedoch ist dies nur eine Zusatzfunktion der eigentlichen Buchungssoftware. Die Kernaufgabe bleibt die effiziente Terminvergabe. Außerdem erinnert die App automatisch an bevorstehende Arztbesuche. Somit sinkt die Ausfallquote in den Praxen deutlich. Dennoch bleibt die medizinische Verantwortung immer beim jeweiligen Arzt.
TeleClinic: Die reine Online-Praxis
TeleClinic verfolgt einen völlig anderen und sehr direkten Ansatz. Es ist eine vollwertige digitale Gesundheitsanwendung. Die App funktioniert wie eine riesige virtuelle Arztpraxis. Hier bucht man keine Termine für Vor-Ort-Besuche. Stattdessen findet jede Behandlung ausschließlich digital statt. Patienten füllen vorab einen kurzen medizinischen Fragebogen aus. Danach werden sie direkt mit einem passenden Arzt verbunden. Oft geschieht dies innerhalb von wenigen Minuten. Deshalb ist TeleClinic bei akuten, leichten Beschwerden extrem beliebt.
Die Ärzte bei TeleClinic arbeiten oft im Schichtsystem. Sie sitzen an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland. Dennoch sind alle Mediziner in Deutschland approbiert. Außerdem verfügen sie über viel Erfahrung in der Telemedizin. Nach dem Gespräch erhalten Patienten direkt ihr e-Rezept. Auch Krankschreibungen werden nahtlos digital ausgestellt und übermittelt. Folglich bietet TeleClinic einen geschlossenen digitalen Behandlungskreislauf. Jedoch eignet sich die App nicht für chronische Intensivbetreuung. Hierfür fehlt schlichtweg der physische und langfristige Kontakt.
Physiologische & Technische Mechanismen (Deep Dive)
Die technische Architektur hinter diesen Systemen ist hochkomplex. Beide Anbieter nutzen modernste Verschlüsselungstechnologien für ihre Kommunikation. Eine Videosprechstunde erfordert nämlich enorme Bandbreiten und Stabilität. Deshalb kommt meist der WebRTC-Standard zum Einsatz. Dieses Protokoll ermöglicht Echtzeitkommunikation direkt über den Webbrowser. Zudem garantiert es eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der gesamten Videodaten. Folglich können externe Dritte den Videostream niemals abfangen. Dies ist für den Schutz der Patientendaten absolut unerlässlich. Darüber hinaus müssen die Server in Europa stehen.
Die physiologische Seite der Ferndiagnostik ist ebenfalls faszinierend. Ein Online-Arzt muss völlig neue diagnostische Fähigkeiten entwickeln. Ihm fehlt die Möglichkeit zur Palpation, also dem Abtasten. Deshalb verlässt er sich stark auf die Anamnese. Die genaue Befragung des Patienten wird somit zum wichtigsten Werkzeug. Außerdem schulen sich diese Ärzte in der visuellen Diagnostik. Sie achten auf kleinste Veränderungen der Haut oder Mimik. Auch die Atemfrequenz lässt sich oft über Video beurteilen. Dennoch erfordert diese Art der Medizin viel Erfahrung.
Die Rolle der künstlichen Intelligenz
Technisch gesehen integrieren beide Plattformen zunehmend smarte Algorithmen. Doctolib nutzt maschinelles Lernen zur Optimierung der Terminvergabe. Das System lernt, wie lange bestimmte Behandlungen durchschnittlich dauern. Dadurch werden Wartezeiten im echten Wartezimmer massiv reduziert. TeleClinic nutzt Algorithmen für die Vorab-Triage der Patienten. Der digitale Fragebogen wertet Symptome in Millisekunden aus. Anschließend wird der Patient dem richtigen Facharzt zugewiesen. Folglich wird die medizinische Ressource Arzt optimal und effizient genutzt.
Zudem unterstützt Technik die nahtlose Integration des e-Rezepts. Die App kommuniziert direkt mit der Telematikinfrastruktur (TI). Das ist das sichere Netz des deutschen Gesundheitswesens. Sobald der Arzt das Rezept digital signiert, wird es verschlüsselt. Anschließend landet es sicher auf dem zentralen E-Rezept-Server. Der Patient kann es dann per App oder Versichertenkarte einlösen. Diese technischen Mechanismen verhindern Rezeptfälschungen nahezu komplett. Außerdem reduzieren sie gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten durch automatische Prüfungen.
Grenzen der rein digitalen Diagnostik
Trotz bester Technik gibt es klare physiologische Grenzen. Eine digitale Gesundheitsanwendung kann kein Blut abnehmen. Auch ein EKG oder ein Ultraschall sind aus der Ferne unmöglich. Deshalb ist die Patienten-Compliance hier extrem wichtig. Der Patient muss Symptome präzise und ehrlich beschreiben. Zudem muss die Kamera des Smartphones eine hohe Auflösung bieten. Nur so kann der Arzt beispielsweise einen Hautausschlag beurteilen. Andernfalls steigt das Risiko für Fehldiagnosen signifikant an. Daher überweisen verantwortungsvolle Online-Ärzte im Zweifel immer in eine reale Praxis.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Patientenakte in manchen Systemen. Oft kennt der Online-Arzt die Vorgeschichte des Patienten nicht. Doctolib hat hier einen leichten Vorteil bei Bestandspatienten. Der niedergelassene Arzt hat vollen Zugriff auf seine lokale Akte. Bei TeleClinic ist dies oft ein Erstkontakt ohne Historie. Deshalb müssen Patienten ihre Vorerkrankungen sehr genau angeben. Zukünftig soll die elektronische Patientenakte dieses Problem jedoch lösen. Dann haben alle behandelnden Ärzte die gleichen Informationen vorliegen.
Aktuelle Studienlage & Evidenz (Journals)
Die Wirksamkeit der Telemedizin wird weltweit intensiv erforscht. Große medizinische Journale veröffentlichen regelmäßig umfangreiche Studien hierzu. The Lancet hat in mehreren Publikationen die Videosprechstunde untersucht. Die Ergebnisse sind für leichte Akuterkrankungen durchweg sehr positiv. Demnach ist die Diagnosegenauigkeit bei Erkältungen oder leichten Infekten vergleichbar. Der Online-Arzt trifft hier meist die gleichen Entscheidungen wie der Präsenzarzt. Deshalb wird die Telemedizin in vielen Leitlinien mittlerweile empfohlen. Dennoch fordern Forscher weitere Langzeitstudien für chronische Erkrankungen.
Auch das New England Journal of Medicine (NEJM) liefert spannende Daten. Eine große Studie untersuchte die Patientenzufriedenheit bei digitalen Gesundheitsanwendungen. Das Ergebnis überraschte viele traditionelle Mediziner enorm. Über 85 Prozent der Patienten waren mit der Video-Behandlung sehr zufrieden. Besonders die wegfallenden Anfahrtswege wurden extrem positiv bewertet. Zudem sank das Risiko von Kreuzinfektionen im Wartezimmer auf null. Folglich ist die Telemedizin besonders während Infektionswellen ein wichtiges Instrument. Sie entlastet das Gesundheitssystem spürbar und nachhaltig.
Erkenntnisse aus dem Deutschen Ärzteblatt
Im nationalen Kontext berichtet das Deutsche Ärzteblatt regelmäßig über TeleClinic und Doctolib. Hierbei steht oft die Entlastung der Praxen im Vordergrund. Studien zeigen, dass Doctolib die telefonische Belastung des Personals drastisch senkt. Praxen, die online buchbar sind, haben bis zu 30 Prozent weniger Anrufe. Dadurch bleibt mehr Zeit für die eigentliche Patientenversorgung vor Ort. TeleClinic wiederum fängt viele Bagatellfälle an Wochenenden oder abends ab. Somit werden auch die Notaufnahmen der Krankenhäuser merklich entlastet.
Darüber hinaus liefert die Datenbank PubMed unzählige Evidenzbeweise. Besonders im Bereich der Dermatologie und Psychiatrie brilliert die Telemedizin. Hautveränderungen lassen sich über hochauflösende Fotos sehr gut diagnostizieren. Auch psychotherapeutische Gespräche funktionieren über Video oft hervorragend. Einige Studien deuten sogar an, dass Patienten im häuslichen Umfeld offener sprechen. Dennoch warnen Experten vor einer reinen „App-Medizin“ ohne persönlichen Bezug. Die Hybrid-Versorgung gilt wissenschaftlich als das beste Zukunftsmodell.
Praxis-Anwendung & Implikationen
Wie sieht nun der tatsächliche Alltag mit diesen Apps aus? Für den Patienten beginnt alles mit dem Download auf das Smartphone. Bei Doctolib sucht man nach einem bestimmten Fachgebiet. Beispielsweise gibt man „Hautarzt“ und seine Stadt ein. Die App zeigt dann alle verfügbaren Ärzte in der Nähe. Zudem sieht man sofort die nächsten freien Termine. Mit wenigen Klicks ist der Termin verbindlich gebucht. Oft bekommt man auch kurzfristig Termine, wenn jemand anderes absagt. Folglich ist Doctolib ein perfekter digitaler Assistent für die Terminplanung.
Bei TeleClinic ist der Startpunkt ein völlig anderer. Man öffnet die App, wenn man aktuell krank ist. Man wählt das Symptom aus, zum Beispiel „Halsschmerzen“. Dann beantwortet man gezielte Fragen zu Dauer und Intensität. Anschließend wartet man im virtuellen Warteraum auf den Arzt. Meist meldet sich der Mediziner innerhalb einer halben Stunde per Video. Er stellt seine Diagnose und erklärt die weitere Therapie. Danach liegt das e-Rezept bereits als QR-Code in der App vor. Zudem kann man die Krankschreibung direkt an den Arbeitgeber leiten.
Die 7 Überraschungen im direkten Test
Unser Telemedizin App Vergleich hat einige unerwartete Fakten zutage gefördert. Erstens überrascht die massive Zeitersparnis bei TeleClinic. Niemand muss mehr stundenlang beim Hausarzt sitzen. Zweitens ist die Buchungslogik von Doctolib extrem ausgereift. Selbst komplexe Termin-Ketten für Operationen lassen sich digital planen. Drittens funktioniert das e-Rezept bei beiden Anbietern überraschend reibungslos. Apotheken scannen den Code vom Handybildschirm ohne Probleme ab. Viertens übernehmen die Krankenkassen viel mehr Kosten, als die meisten denken.
Die fünfte Überraschung betrifft die Zielgruppe der digitalen Anwendungen. Nicht nur junge Menschen nutzen den Online-Arzt intensiv. Auch Senioren greifen zunehmend zum Smartphone für ihre Arzttermine. Sechstens sind die Datenschutzstandards in Deutschland extrem strikt umgesetzt. Die Server stehen lokal und die Verschlüsselung ist lückenlos. Die siebte und größte Überraschung ist jedoch die Facharztdichte. Bei TeleClinic findet man oft Spezialisten, auf die man sonst Monate wartet. Deshalb ist die App auch für Zweitmeinungen äußerst attraktiv.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Telemedizin-App ist sicherer?
Beide Plattformen bieten ein extrem hohes Maß an Datensicherheit. Sie unterliegen den strengen Vorgaben der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Doctolib nutzt hochsichere Serverstrukturen, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sind. Die sensiblen Gesundheitsdaten werden asymmetrisch verschlüsselt übertragen. TeleClinic arbeitet mit identischen Sicherheitsstandards für seine Videosprechstunde. Die Videodaten werden niemals aufgezeichnet oder auf externen Servern gespeichert. Zudem kommt bei beiden eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz. Folglich können externe Hacker die Kommunikation nicht abhören. Deshalb gelten sowohl Doctolib als auch TeleClinic als absolut sichere medizinische Anwendungen. Letztendlich gibt es keinen klaren Sieger in puncto Sicherheit, da beide das gesetzliche Maximum erfüllen.
Bietet TeleClinic oder Doctolib schnellere Termine?
Hier gibt es einen ganz klaren Gewinner für Akutfälle. TeleClinic bietet definitiv die schnelleren Termine für sofortige Behandlungen. Oft sind Ärzte dort innerhalb von 30 bis 60 Minuten verfügbar. Dies liegt am speziellen On-Demand-System der Plattform. Doctolib hingegen ist an die realen Kapazitäten der niedergelassenen Praxen gebunden. Wenn ein Hautarzt in Ihrer Stadt ausgebucht ist, zeigt Doctolib erst Termine in Monaten an. Jedoch hat Doctolib eine sehr clevere Benachrichtigungsfunktion. Wenn ein anderer Patient seinen Termin kurzfristig absagt, können Sie sofort nachrücken. Trotzdem ist TeleClinic für schnelle, akute Hilfe bei leichten Erkrankungen unschlagbar. Folglich kommt es stark auf Ihre individuelle und zeitliche Dringlichkeit an.
Wie funktioniert das E-Rezept bei Doctolib?
Das e-Rezept bei Doctolib funktioniert primär über die angebundenen Arztpraxen. Doctolib selbst ist nur der Vermittler des Termins. Wenn Sie eine Videosprechstunde über Doctolib bei Ihrem Hausarzt haben, stellt dieser das Rezept aus. Der Arzt nutzt dafür sein eigenes Praxisverwaltungssystem. Anschließend sendet er das Rezept in die sichere Telematikinfrastruktur (TI). Sie als Patient können das Rezept dann mit Ihrer elektronischen Gesundheitskarte einlösen. Alternativ nutzen Sie die offizielle e-Rezept-App der Gematik. Doctolib stellt also das Rezept nicht selbst in seiner App dar. Dies ist ein wichtiger technischer Unterschied zu TeleClinic. Dort ist das Rezept direkt in die unternehmenseigene Applikation integriert und sofort sichtbar.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für TeleClinic?
Ja, in den meisten Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten vollständig. TeleClinic rechnet Behandlungen ganz normal über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ab. Dafür geben Sie einfach Ihre Versichertendaten in der App ein. Allerdings gibt es ein paar kleine Einschränkungen und Ausnahmen. Manche sehr speziellen Facharztberatungen können private Zusatzleistungen (IGeL) sein. Diese müssen Sie dann transparent vorab bestätigen und selbst bezahlen. Auch bei der Ausstellung von Privatrezepten für bestimmte Lifestyle-Medikamente fallen Eigenkosten an. Die klassische Krankschreibung und das Rezept für normale Medikamente sind jedoch kostenfrei. Privatversicherte erhalten nach der Behandlung eine reguläre Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Diese reichen sie dann wie gewohnt bei ihrer Versicherung ein.
Welche Fachärzte finde ich bei Doctolib?
Bei Doctolib finden Sie nahezu das gesamte medizinische Spektrum. Die Plattform ist das größte Verzeichnis für niedergelassene Ärzte in Deutschland. Deshalb können Sie dort Allgemeinmediziner, Zahnärzte, Gynäkologen und Orthopäden suchen. Auch hochspezialisierte Fachrichtungen wie Neurologen oder Endokrinologen sind stark vertreten. Zudem können Sie direkt nach Therapeuten, Hebammen oder Radiologen suchen. Ein großer Vorteil ist die lokale Suchfunktion der App. Sie finden gezielt Fachärzte direkt in Ihrem Stadtteil. Außerdem sehen Sie sofort, welche Sprachen in der Praxis gesprochen werden. Auch Informationen zur Barrierefreiheit der Praxisräume sind oft hinterlegt. Somit deckt Doctolib den gesamten ambulanten Sektor für Vor-Ort-Besuche exzellent und flächendeckend ab.
Kann ich Krankschreibungen online erhalten?
Ja, Sie können Krankschreibungen, die sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), online erhalten. Jedoch hat der Gesetzgeber hierfür sehr strenge Regeln aufgestellt. Ein Online-Arzt darf eine Erstbescheinigung in der Videosprechstunde meist nur für bis zu drei Tage ausstellen. Dies gilt für unbekannte Patienten, die der Arzt noch nie gesehen hat. Wenn Sie dem Arzt bereits persönlich aus der Praxis bekannt sind, sind oft bis zu fünf Tage möglich. Folgebescheinigungen sind rein digital oft schwierig und erfordern meist einen Praxisbesuch. Die digitale eAU wird nach dem Gespräch direkt elektronisch an Ihre Krankenkasse übermittelt. Auch Ihr Arbeitgeber kann die Daten dann digital abrufen. Ein Ausdrucken auf Papier ist somit heute nicht mehr zwingend erforderlich.
Fazit: Wer gewinnt den Telemedizin App Vergleich?
Ein pauschaler Gewinner lässt sich in diesem Test nicht küren. Schließlich bedienen beide Plattformen völlig unterschiedliche Bedürfnisse der Patienten. Doctolib ist der unangefochtene Marktführer für die Terminorganisation. Wer einen echten Arztbesuch plant, kommt an dieser App kaum vorbei. Sie spart enorm viel Zeit und reduziert den Stress bei der Arztsuche. Zudem ist die Erinnerungsfunktion für Vorsorgeuntersuchungen äußerst praktisch. Folglich ist Doctolib ein perfekter Begleiter für die langfristige und chronische Gesundheitsversorgung.
TeleClinic hingegen ist der Retter in der akuten Not. Die App ist eine fantastische digitale Gesundheitsanwendung für leichte Beschwerden. Wer sonntags mit Halsschmerzen aufwacht, bekommt hier sofort kompetente Hilfe. Der integrierte Online-Arzt liefert schnelle Diagnosen und das nötige e-Rezept. Deshalb ergänzen sich beide Systeme im Alltag eigentlich perfekt. Sie müssen sich nicht für eine einzige App entscheiden. Vielmehr sollten Sie beide Werkzeuge gezielt für Ihre Gesundheit nutzen. Die Zukunft der Medizin ist hybrid, und beide Plattformen sind exzellente Vorreiter auf diesem Weg.
📚 Evidenz & Quellen
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🧬 Wissenschaftliche Literatur
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Dieser Artikel dient ausschließlich der neutralen Information. Er ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt. Keine Heilversprechen.