So revolutioniert Rejuve.AI die Longevity-Forschung

KI Longevity Datenbank ist für viele Praxen und Patienten aktuell ein zentrales Thema.

Key-Facts: Rejuve.AI & IRLDB Launch 2026

  • Event: Longevity Biomarkers Competition and Summit im Rahmen der „Infinite Games“.
  • Ort & Zeit: Roatán, Honduras — Februar bis März 2026.
  • Technologie: Start der International Longevity Research Database (IRLDB) basierend auf Blockchain und KI.
  • Zielsetzung: Erstellung einer dynamischen KI Longevity Datenbank zur präzisen Bestimmung des biologischen Alters durch Crowdsourcing.
  • Innovation: Belohnungssystem für Datenspender und dezentralisierte Analyse komplexer Biomarker-Profile.

Die moderne Medizin steht an einer historischen Schwelle, die von vielen Experten als der Übergang von der kurativen zur präventiven und schließlich zur regenerativen Ära bezeichnet wird. Im Zentrum dieses Paradigmenwechsels steht der ambitionierte Versuch, das menschliche Altern nicht mehr als unvermeidliches Schicksal, sondern als behandelbaren biologischen Prozess zu verstehen. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Symbiose aus biomedizinischer Forschung und fortschrittlicher Datenanalyse. In diesem Kontext sorgt aktuell eine spezifische Initiative für Aufsehen in der globalen Wissenschaftsgemeinschaft: Die Aktivierung der International Longevity Research Database (IRLDB) durch Rejuve.AI. Diese bahnbrechende Entwicklung wird ihren operativen Startschuss im Rahmen der „Infinite Games“ in Roatán, Honduras, zwischen Februar und März 2026 erleben.

Die Relevanz dieses Ereignisses kann kaum überschätzt werden. Bislang litt die Longevity-Forschung unter einem fundamentalen Problem: der Fragmentierung von Daten. Während klinische Studien oft isoliert in Silos stattfinden und genetische sowie phänotypische Daten selten korreliert werden, verspricht der Ansatz von Rejuve.AI eine Demokratisierung und Aggregation von Gesundheitsdaten auf einem bisher unbekannten Niveau. Durch die Nutzung einer KI Longevity Datenbank, die auf dezentralen Technologien basiert, sollen Muster in der menschlichen Biologie erkannt werden, die dem menschlichen Auge und herkömmlichen statistischen Methoden verborgen bleiben. Es geht hierbei nicht nur um die Verlängerung der Lebensspanne (Lifespan), sondern primär um die Ausdehnung der Gesundheitsspanne (Healthspan) – also jener Jahre, die ein Mensch in voller vitaler Funktion verbringt.

Die Veranstaltung in Roatán dient dabei als erstes großes „Real-World“-Labor. Hier wird eine Kohorte von Teilnehmern im Rahmen der Longevity Biomarkers Competition nicht nur theoretisch diskutiert, sondern physisch vermessen. Diese Daten fließen direkt in die neuartigen neuronalen Netze ein, um Modelle zu trainieren, die das biologische Alter präziser denn je bestimmen sollen. Für Mediziner, Bioinformatiker und Gerontologen eröffnet dieser Ansatz neue Horizonte in der Diagnostik und Therapieentwicklung. Der folgende Deep Dive analysiert die technologischen, physiologischen und ethischen Dimensionen dieses Vorhabens und ordnet sie in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs ein.

Grundlagen & Definition: Die Architektur der Langlebigkeit

KI Longevity Datenbank
Bild: KI Longevity Datenbank im medizinischen Kontext

Um die Tragweite der Innovation von Rejuve.AI zu verstehen, ist es essenziell, die grundlegenden Konzepte der modernen Altersforschung zu definieren. Altern wird heute in der Geroscience als die progressive Akkumulation von Schäden auf molekularer, zellulärer und geweblicher Ebene verstanden. Diese Schäden führen im Laufe der Zeit zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten und schließlich zum Tod. Die Herausforderung besteht darin, diese Prozesse quantifizierbar zu machen. Hier kommt der Begriff des „Biologischen Alters“ ins Spiel, der sich oft drastisch vom chronologischen Alter (der Zeit seit der Geburt) unterscheiden kann. Die Bestimmung dieses Wertes erfordert die Analyse tausender Datenpunkte.

Künstliche Intelligenz als Katalysator der Biogerontologie

Künstliche Intelligenz (KI) fungiert in diesem Szenario als das entscheidende Werkzeug zur Bewältigung der Datenkomplexität. Der menschliche Organismus ist ein hochdynamisches System mit aber-milliarden Interaktionen pro Sekunde. Herkömmliche lineare Regressionsmodelle scheitern oft daran, die nicht-linearen Zusammenhänge zwischen Genetik, Epigenetik, Proteomik und Umweltfaktoren abzubilden. Deep Learning, eine Unterkategorie des maschinellen Lernens, ermöglicht es jedoch, diese komplexen Muster zu erkennen. Rejuve.AI nutzt hierbei spezialisierte Algorithmen, die darauf trainiert sind, aus heterogenen Gesundheitsdaten – von einfachen Blutwerten bis hin zu komplexen DNA-Methylierungsmustern – valide Rückschlüsse auf den Alterungsprozess zu ziehen.

Die Bedeutung von Real-World-Evidence (RWE)

Ein kritischer Aspekt, der die IRLDB von traditionellen klinischen Datenbanken unterscheidet, ist der Fokus auf Real-World-Evidence. In klassischen klinischen Studien (Randomized Controlled Trials, RCTs) werden Teilnehmer oft streng selektiert, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Allgemeinbevölkerung einschränkt. Die Biomarker Analyse in einem offenen, crowdsourced-basierten System erlaubt hingegen den Zugriff auf eine breitere, diversere Datenbasis. Dies ist entscheidend, um zu verstehen, wie unterschiedliche Lebensstile, Umwelteinflüsse und genetische Hintergründe die Langlebigkeit beeinflussen. Das Event in Roatán 2026 wird hierbei als Initialzündung dienen, um qualitativ hochwertige Basisdaten unter kontrollierten, aber realistischen Bedingungen zu sammeln.

Dezentralisierung und Datensouveränität

Ein weiteres Grundsatzthema ist die Struktur der Datenbank selbst. In der Vergangenheit wurden wertvolle medizinische Datensätze oft von großen pharmazeutischen Konzernen monopolisiert. Rejuve.AI setzt auf ein dezentrales Modell, das oft mit Blockchain-Technologie assoziiert wird (auch wenn der Fokus hier auf der KI-Analyse liegt). Das Prinzip ist revolutionär: Die Individuen, die ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen, behalten die Hoheit über diese Daten und partizipieren potenziell an den Wertschöpfungsketten, die durch neue Erkenntnisse entstehen. Dies schafft einen Anreizmechanismus, der für den Aufbau extrem großer, longitudinaler Datensätze notwendig ist, die für das Training robuster KI-Modelle unerlässlich sind.

Physiologische & Technische Mechanismen (Deep Dive)

Die wissenschaftliche Exzellenz des Rejuve.AI-Ansatzes liegt in der granularen Analyse physiologischer Mechanismen durch fortgeschrittene Computerwissenschaft. Es reicht nicht aus, lediglich Korrelationen zu finden; das Ziel ist die Identifikation kausaler Zusammenhänge im Alterungsprozess. Die International Longevity Research Database (IRLDB) ist so konzipiert, dass sie Multi-Omics-Daten integrieren kann. Dies bedeutet, dass Informationen aus dem Genom (DNA), dem Transkriptom (RNA), dem Proteom (Proteine) und dem Metabolom (Stoffwechselprodukte) nicht isoliert, sondern als interagierendes Netzwerk betrachtet werden. Dieser holistische Ansatz ist notwendig, um die sogenannten „Hallmarks of Aging“ (Kennzeichen des Alterns) präzise zu adressieren.

Integration von Multi-Omics und Epigenetischen Uhren

Einer der leistungsfähigsten Mechanismen zur Bestimmung des biologischen Alters ist die Analyse der DNA-Methylierung, oft als „epigenetische Uhr“ bezeichnet (z.B. Horvath-Clock). Diese chemischen Modifikationen an der DNA steuern, welche Gene an- oder ausgeschaltet werden, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Im Laufe des Lebens verändern sich diese Muster auf vorhersehbare Weise. Die KI-Algorithmen von Rejuve.AI sind darauf ausgelegt, Abweichungen in diesen Mustern zu erkennen, die auf eine beschleunigte Alterung hinweisen. Durch die Kombination dieser epigenetischen Daten mit proteomischen Profilen (z.B. Entzündungsmarker wie IL-6 oder TNF-alpha) entsteht ein mehrdimensionales Bild des Gesundheitszustandes, das weit über das hinausgeht, was eine einzelne Blutanalyse leisten kann.

Bayesianische Netzwerke und Kausale Inferenz

Technisch gesehen unterscheidet sich der Ansatz von Rejuve.AI durch die Nutzung fortgeschrittener KI-Architekturen, wie beispielsweise Bayesianische Netzwerke. Während viele Deep-Learning-Modelle als „Black Box“ fungieren (Input -> Output, ohne verständlichen Zwischenschritt), erlauben probabilistische grafische Modelle eine gewisse Transparenz hinsichtlich der Ursache-Wirkung-Beziehungen. Dies ist in der Medizin von unschätzbarem Wert. Wenn die KI vorhersagt, dass ein bestimmter Teilnehmer ein hohes Risiko für altersbedingte Gebrechlichkeit hat, kann das System auch aufzeigen, welche spezifischen Knotenpunkte im Netzwerk (z.B. ein spezifischer Signalweg im Insulinstoffwechsel) dafür verantwortlich sind. Dies ermöglicht gezielte Interventionen statt pauschaler Empfehlungen.

Die Rolle der „Longevity Biomarkers Competition“

Der Wettbewerb in Roatán 2026 dient als technisches Validierungsumfeld. Hier werden Probanden unter standardisierten Bedingungen vermessen. Die Mechanismen der Datenerhebung umfassen wahrscheinlich nicht-invasive Wearables, hochauflösende Bildgebung und fortschrittliche Laboranalytik. Die Herausforderung für die KI besteht darin, das „Signal“ vom „Rauschen“ zu trennen. Biologische Daten sind von Natur aus „laut“ – Tagesschwankungen, Messfehler und temporäre physiologische Stressoren können die Daten verzerren. Die Algorithmen müssen in der Lage sein, stabile Langzeit-Trends (die das wahre Altern widerspiegeln) von kurzfristigen Fluktuationen zu unterscheiden. Hierfür werden Methoden des „Unsupervised Learning“ eingesetzt, um Cluster von Biomarkern zu identifizieren, die gemeinsam ein robustes Signal für Langlebigkeit darstellen.

Feedback-Schleifen und Generative Modelle

Ein weiterer technischer Aspekt ist die Implementierung von Feedback-Schleifen. Die IRLDB ist kein statisches Archiv, sondern ein lernendes System. Wenn Interventionen (z.B. Ernährungsumstellung, Supplementierung, Bewegungsprotokolle) bei der Kohorte in Honduras durchgeführt werden, fließen die Ergebnisse zurück in die Datenbank. Die KI vergleicht die prognostizierten Ergebnisse mit den tatsächlichen Veränderungen der Biomarker. Dieser iterative Prozess, oft unterstützt durch Generative Adversarial Networks (GANs), ermöglicht es der KI, synthetische Daten zu erzeugen, um Hypothesen zu testen („Was wäre, wenn Patient X diesen Signalweg blockiert hätte?“), bevor diese in echten klinischen Studien überprüft werden. Dies beschleunigt den Forschungszyklus massiv.

Aktuelle Studienlage & Evidenz (Journals)

Die wissenschaftliche Fundierung des Vorhabens von Rejuve.AI lässt sich durch einen Blick auf die aktuelle Literatur in führenden Fachjournalen validieren. Es herrscht weitgehender Konsens darüber, dass „Big Data“ und KI die nächsten großen Durchbrüche in der Gerontologie ermöglichen werden. Eine wegweisende Publikation im The Lancet Digital Health (2023) betonte beispielsweise, dass KI-gestützte Analysen von elektronischen Gesundheitsakten das biologische Alter oft präziser vorhersagen können als klinische Standardparameter. Diese Studien unterstreichen die Notwendigkeit von Datenbanken wie der IRLDB, die spezifisch für diesen Zweck kuratiert werden und nicht nur ein Nebenprodukt der Krankenhausverwaltung sind.

Validierung digitaler Biomarker

In einer viel beachteten Studie im New England Journal of Medicine (NEJM) wurde diskutiert, wie digitale Biomarker (erhoben durch Wearables) mit molekularen Markern korrelieren. Die Autoren argumentierten, dass die kontinuierliche Überwachung physiologischer Parameter (Herzfrequenzvariabilität, Schlafqualität, Glukosespiegel) eine neue Dimension der Phänotypisierung darstellt. Die Rejuve-Initiative greift genau diesen Punkt auf, indem sie die Momentaufnahmen aus dem Labor mit kontinuierlichen Datenströmen verknüpft. Forschungen, die auf PubMed gelistet sind, zeigen zudem, dass die Kombination von proteomischen Daten mit Lebensstilfaktoren die Vorhersagekraft für kardiovaskuläre Ereignisse signifikant erhöht – ein Kernbereich der Longevity-Forschung.

Herausforderungen in der Reproduzierbarkeit

Das Deutsche Ärzteblatt thematisiert regelmäßig die Problematik der Reproduzierbarkeit in KI-Studien. Ein Algorithmus, der in einer Population funktioniert (z.B. Kaukasier in Nordamerika), ist nicht zwingend auf eine andere Population (z.B. Asiaten oder Lateinamerikaner) übertragbar. Genau hier setzt die internationale Ausrichtung der IRLDB und der Start in Honduras an. Durch die Inklusion diverser ethnischer Gruppen zielt das Projekt darauf ab, den „Bias“ in medizinischen KI-Datensätzen zu reduzieren. Studien in Nature Aging haben gezeigt, dass epigenetische Uhren je nach ethnischer Zugehörigkeit unterschiedlich schnell „ticken“ können. Eine global angelegte Datenbank ist daher essenziell für universell gültige Longevity-Modelle.

Evidenz für KI in der Wirkstoffforschung

Schließlich gibt es umfangreiche Evidenz dafür, dass KI die Identifikation von geroprotektiven (altersschützenden) Substanzen beschleunigt. Artikel in Cell und Science haben demonstriert, wie Deep Learning genutzt wurde, um Moleküle zu identifizieren, die seneszente Zellen („Zombie-Zellen“) eliminieren. Die IRLDB könnte als riesiges Screening-Tool dienen, um Korrelationen zwischen der Einnahme bestimmter Substanzen (Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente) und positiven Biomarker-Veränderungen in der realen Welt zu identifizieren, was dann wiederum kontrollierte klinische Studien (RCTs) informieren kann. Dieser „Bedside-to-Bench“-Ansatz kehrt den traditionellen Forschungsweg um und beschleunigt den Erkenntnisgewinn.

Praxis-Anwendung & Implikationen

Die Etablierung einer funktionierenden KI Longevity Datenbank wie der IRLDB hat weitreichende Konsequenzen, die weit über akademische Zirkel hinausgehen. Für den praktizierenden Mediziner und den informierten Patienten bedeutet dies den Eintritt in das Zeitalter der hyper-personalisierten Prävention. Statt allgemeiner Ratschläge („Essen Sie mehr Gemüse“, „Bewegen Sie sich mehr“) ermöglicht die KI-Analyse individuelle Handlungsempfehlungen, die auf der spezifischen biochemischen Individualität des Patienten basieren. Dies könnte den Standard der Vorsorgeuntersuchungen in den nächsten zehn Jahren komplett neu definieren.

Personalisierte Interventionsstrategien

Konkret könnte ein Arzt in Zukunft das Profil eines Patienten in eine Schnittstelle der IRLDB hochladen. Die KI vergleicht dieses Profil mit Millionen anderer Datensätze und identifiziert Abweichungen, die auf eine suboptimale Alterung in spezifischen Organsystemen hinweisen (z.B. „Leberalterung beschleunigt, Herzalterung verlangsamt“). Daraufhin könnte das System spezifische Interventionen vorschlagen, die bei Personen mit einem ähnlichen Profil statistisch gesehen den größten Erfolg beim „Zurückdrehen“ der biologischen Uhr hatten. Dies verwandelt die Medizin von einer Kunst, die auf Erfahrungswerten basiert, in eine präzise Ingenieurswissenschaft.

Beschleunigung der klinischen Forschung

Für die pharmazeutische Industrie und Biotech-Startups bietet die Datenbank eine Goldgrube an Informationen. Die Identifikation neuer Drug Targets (Zielmoleküle für Medikamente) ist extrem kostspielig und fehleranfällig. Durch den Zugriff auf aggregierte Real-World-Daten können Forscher schneller validieren, welche biologischen Pfade tatsächlich relevant sind. Die Veranstaltung in Roatán demonstriert zudem, wie klinische Studien in Zukunft dezentralisiert und effizienter gestaltet werden können. Anstatt Jahre auf die Rekrutierung von Patienten zu warten, können Forscher auf eine bereits engagierte Community zugreifen, die bereit ist, ihre Daten zu teilen.

Sozioökonomische Auswirkungen der „Silver Economy“

Die ökonomischen Implikationen einer verlängerten Gesundheitsspanne sind immens. Eine gesündere, länger arbeitsfähige Bevölkerung könnte den Druck auf Rentensysteme und das Gesundheitswesen massiv verringern. Projekte wie Rejuve.AI tragen dazu bei, den Markt der „Silver Economy“ mit validen Daten zu unterfüttern. Versicherungen könnten Interesse an solchen Modellen zeigen, um präventives Verhalten zu incentivieren (z.B. niedrigere Prämien für nachweislich verlangsamtes biologisches Altern). Dies wirft jedoch auch neue Fragen der Gerechtigkeit auf: Wer hat Zugang zu diesen Technologien? Die Open-Access-Philosophie und das Belohnungsmodell von Rejuve zielen darauf ab, diese Kluft nicht zu vergrößern, sondern Partizipation zu belohnen.

Ethische Dimension und Datensicherheit

Mit der Sammlung solch intimer biologischer Daten rücken Datenschutz und Ethik in den Fokus. Die Praxisanwendung erfordert absolut sichere Verschlüsselungsmethoden. Da die IRLDB technologisch oft im Kontext von Web3 und Blockchain diskutiert wird, liegt hier ein Lösungsansatz: Zero-Knowledge-Proofs könnten es ermöglichen, dass die KI Berechnungen auf den Daten durchführt, ohne dass die Identität des Individuums jemals preisgegeben wird. Dies ist entscheidend für die Akzeptanz in der breiten Bevölkerung. Ärzte müssen zudem lernen, wie sie Wahrscheinlichkeiten und KI-Prognosen ethisch korrekt an Patienten kommunizieren, ohne unnötige Ängste zu schüren oder falsche Hoffnungen zu wecken.

Häufige Fragen (FAQ)

Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Projekt Rejuve.AI, die neue Datenbank und die Implikationen für die Longevity-Forschung.

Was ist die neue Rejuve.AI Longevity Datenbank?

Die International Longevity Research Database (IRLDB) ist eine dezentral organisierte, KI-gestützte Plattform zur Sammlung und Analyse von Gesundheitsdaten. Sie wird offiziell mit einer ersten Kohorte in Roatán (Honduras) im Jahr 2026 gestartet. Ziel ist es, biologische, genetische und phänotypische Daten von Menschen weltweit zu aggregieren, um Muster des Alterns zu erkennen. Im Gegensatz zu geschlossenen klinischen Datenbanken setzt die IRLDB auf Crowdsourcing und belohnt Teilnehmer für die Bereitstellung ihrer Daten, wobei die Eigentumsrechte bei den Nutzern verbleiben.

Wie hilft Künstliche Intelligenz bei der Verlängerung der Lebensspanne?

Künstliche Intelligenz, insbesondere Deep Learning, kann komplexe, nicht-lineare Zusammenhänge in riesigen biologischen Datensätzen erkennen, die für Menschen unsichtbar sind. KI hilft dabei, das „biologische Alter“ präzise zu bestimmen, individuelle Risikofaktoren frühzeitig zu identifizieren und personalisierte Interventionen zu simulieren. Sie beschleunigt zudem die Forschung, indem sie potenzielle Wirkstoffe (Geroprotektoren) in silico testet und Biomarker-Muster validiert, was die Entwicklungszeit neuer Therapien drastisch verkürzt.

Welche spezifischen Biomarker werden von der KI analysiert?

Die KI analysiert ein breites Spektrum an Biomarkern (Multi-Omics). Dazu gehören DNA-Methylierungsmuster (epigenetische Uhren), proteomische Marker (Entzündungsproteine wie C-reaktives Protein, Interleukine), metabolische Marker (Glukose, Lipide, Hormonspiegel) sowie genetische Prädispositionen (SNPs). Zusätzlich werden digitale Biomarker aus Wearables (Herzfrequenzvariabilität, Schlafphasen, Aktivitätsniveaus) integriert, um ein holistisches Bild des physiologischen Zustands zu erhalten.

Wie wird der Datenschutz bei der dezentralen Forschung gewährleistet?

Der Schutz der Daten wird primär durch kryptografische Verfahren und dezentrale Speichertechnologien gewährleistet. Oft kommen Ansätze wie „Federated Learning“ oder „Zero-Knowledge-Proofs“ zum Einsatz. Das bedeutet, dass die KI-Modelle aus den Daten lernen können, ohne dass die sensiblen Rohdaten jemals das Gerät des Nutzers verlassen oder zentral entschlüsselt werden müssen. Zudem behält der Nutzer durch Blockchain-basierte Identitätsmanagement-Systeme die volle Kontrolle darüber, wer zu welchem Zweck Zugriff auf seine Daten erhält.

Welche Rolle spielt Crowdsourcing für medizinische Datensätze?

Crowdsourcing ist essenziell, um die für KI-Training notwendige Datenmenge und -diversität zu erreichen („Big Data“). Traditionelle klinische Studien sind oft zu klein, zu homogen und zu teuer. Durch Crowdsourcing können Daten aus verschiedenen Ethnien, Umgebungen und Lebensstilen gesammelt werden. Dies erhöht die Robustheit der KI-Modelle (Vermeidung von Bias) und ermöglicht Real-World-Evidence, also Erkenntnisse aus dem echten Leben statt nur aus sterilen Laborbedingungen.

Wann sind erste Ergebnisse aus der Rejuve-Forschung zu erwarten?

Mit dem Start der ersten kontrollierten Studienkohorte in Roatán Anfang 2026 ist mit ersten validierten Datensätzen im Laufe des Jahres 2026 zu rechnen. Da es sich um Längsschnittstudien (Longitudinalstudien) handelt, gewinnen die Daten mit der Zeit an Wert. Erste Publikationen zu Querschnittsanalysen der Kohorte und der Leistungsfähigkeit der neuen KI-Modelle könnten bereits Ende 2026 oder 2027 in Fachjournalen erscheinen. Die kontinuierliche Fütterung der IRLDB wird jedoch zu einem stetigen Strom an neuen Erkenntnissen führen.

Fazit

Der Start der International Longevity Research Database (IRLDB) durch Rejuve.AI markiert einen Wendepunkt in der biomedizinischen Forschung. Durch die Synergie von künstlicher Intelligenz, dezentraler Datenerfassung und realer klinischer Validierung – beginnend in Roatán 2026 – wird ein Werkzeug geschaffen, das das Potenzial hat, das Verständnis des menschlichen Alterns grundlegend zu vertiefen. Wir bewegen uns weg von isolierten Studien hin zu einer vernetzten, globalen Intelligenz, die nicht nur Krankheiten heilen, sondern Gesundheit proaktiv erhalten soll.

Für Experten im Gesundheitswesen ist es unerlässlich, diese Entwicklungen genau zu beobachten. Die Fähigkeit, riesige Mengen an Omics-Daten in klinisch relevante Handlungsanweisungen zu übersetzen, wird in den kommenden Jahren zu einer Schlüsselkompetenz in der Medizin werden. Projekte wie dieses zeigen, dass die Zukunft der Longevity nicht in einer einzelnen „Wunderpille“ liegt, sondern in der präzisen, datengestützten Optimierung komplexer biologischer Systeme.

📚 Evidenz & Quellen

Dieser Artikel basiert auf aktuellen Standards. Für Fachinformationen verweisen wir auf:

→ Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

⚠️ Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel dient ausschließlich der neutralen Information. Er ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt. Keine Heilversprechen.