Key Facts: KI im Gesundheitswesen Asien
- Die rasante Expansion von KI im Gesundheitswesen im asiatisch-pazifischen Raum (APAC) hat zu einem realistischeren Verständnis ihrer Möglichkeiten und Grenzen geführt.
- Der Fokus verschiebt sich von Proof-of-Concept-Studien hin zur Integration von KI in alltägliche klinische, operative und finanzielle Entscheidungsprozesse.
- Experten erwarten einen Wandel hin zu einer eingebetteten, vertrauenswürdigen und verantwortungsvoll gesteuerten Nutzung von KI innerhalb zentraler Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen.
- Regulatorische Rahmenbedingungen und ethische Überlegungen spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen.
- Investitionen in KI im Gesundheitswesen konzentrieren sich zunehmend auf Bereiche mit klarem Mehrwert und messbaren Ergebnissen.
Die Euphorie um Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren weltweit immense Höhen erreicht, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum (APAC). Getrieben von dem Versprechen, die Effizienz zu steigern, die Genauigkeit der Diagnosen zu verbessern und die Patientenversorgung zu revolutionieren, flossen beträchtliche Investitionen in diesen Sektor. Doch während anfängliche Erfolge und vielversprechende Pilotprojekte die Aufregung befeuerten, stellt sich nun die Frage, ob die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllt werden können und ob wir Zeugen eines Abflachens der KI-Welle im Gesundheitswesen Asiens werden.
Die Realität sieht oft komplexer aus als die glänzenden Marketingversprechen. Die Integration von KI in bestehende Gesundheitssysteme ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden, von der Datenqualität und -interoperabilität bis hin zu regulatorischen Hürden und ethischen Bedenken. Zudem erfordert die erfolgreiche Implementierung von KI-Lösungen nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein tiefes Verständnis der spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten des jeweiligen Gesundheitssystems. Die bloße Anwendung von KI-Technologie ohne Berücksichtigung dieser Faktoren kann zu ineffektiven oder sogar kontraproduktiven Ergebnissen führen.
Dieser Artikel beleuchtet die aktuelle Situation der KI im Gesundheitswesen in Asien, analysiert die Gründe für das vermeintliche „Platzen der Blase“ und untersucht, welche realistischen Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten sich für die Zukunft ergeben. Wir werden uns eingehend mit den technologischen Grundlagen, den physiologischen Mechanismen, der aktuellen Studienlage und den praktischen Anwendungen von KI im Gesundheitswesen auseinandersetzen. Darüber hinaus werden wir die ethischen und regulatorischen Aspekte sowie die Herausforderungen und Chancen beleuchten, die mit der Implementierung von KI-Lösungen in der Region APAC verbunden sind. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der aktuellen Lage zu vermitteln und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von KI im Gesundheitswesen in Asien zu geben.
Inhaltsverzeichnis
Grundlagen & Definition

Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen bezieht sich auf den Einsatz von Algorithmen und Modellen, die es Computern ermöglichen, Aufgaben auszuführen, die typischerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören das Lernen, die Problemlösung, die Entscheidungsfindung und die Mustererkennung. Im Kontext des Gesundheitswesens umfasst KI eine breite Palette von Anwendungen, von der automatisierten Diagnose und personalisierten Behandlungsempfehlungen bis hin zur Optimierung von Krankenhausabläufen und der Entwicklung neuer Medikamente. Eine Analyse im The Lancet betont die Notwendigkeit einer klaren Definition, um Missverständnisse und unrealistische Erwartungen zu vermeiden.
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens in APAC (Asien-Pazifik) hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Die zunehmende Verbreitung von elektronischen Patientenakten (EPA), Telemedizin-Plattformen und mobilen Gesundheitsanwendungen (mHealth) hat eine riesige Menge an Daten generiert, die das Potenzial haben, durch KI-Algorithmen analysiert und genutzt zu werden. Diese Daten können aus verschiedenen Quellen stammen, darunter klinische Aufzeichnungen, bildgebende Verfahren, genetische Informationen und Wearable-Sensoren. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Daten auf sinnvolle Weise zu verarbeiten und in umsetzbare Erkenntnisse zu übersetzen, die einen echten Mehrwert für Ärzte und Patienten bieten.
Telemedizin in Asien hat sich als ein besonders vielversprechender Anwendungsbereich für KI erwiesen. KI-gestützte Telemedizin-Plattformen können beispielsweise dazu verwendet werden, Patienten aus der Ferne zu überwachen, personalisierte Therapiepläne zu erstellen und medizinische Fachkräfte bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten zu unterstützen. Dies ist besonders wichtig in ländlichen und abgelegenen Gebieten, in denen der Zugang zu medizinischer Versorgung begrenzt ist. Daten aus dem New England Journal of Medicine (NEJM) unterstreichen das Potential von KI-gestützter Telemedizin zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in unterversorgten Regionen.
Die Investitionen in Gesundheitsversorgungstechnologien im asiatischen Raum sind in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Venture-Capital-Gesellschaften und andere Investoren erkennen das enorme Potenzial des Gesundheitswesens als Wachstumsmarkt und sind bereit, in innovative KI-Lösungen zu investieren. Allerdings hat sich der Fokus der Investitionen in jüngster Zeit verschoben. Während anfänglich vor allem auf vielversprechende Start-ups und disruptive Technologien gesetzt wurde, konzentrieren sich die Investoren nun zunehmend auf Projekte mit klarem Mehrwert und messbaren Ergebnissen. Ein Bericht im Deutschen Ärzteblatt zeigt eine zunehmende Skepsis gegenüber unrealistischen Versprechungen und eine stärkere Fokussierung auf die praktische Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit von KI-Lösungen.
Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen umfasst verschiedene Teilbereiche, darunter:
- Maschinelles Lernen (ML): Algorithmen, die aus Daten lernen und Vorhersagen treffen können, ohne explizit programmiert zu werden.
- Deep Learning (DL): Eine fortgeschrittene Form des maschinellen Lernens, die auf neuronalen Netzen basiert und komplexe Muster in großen Datensätzen erkennen kann.
- Natural Language Processing (NLP): Technologien, die es Computern ermöglichen, menschliche Sprache zu verstehen und zu verarbeiten.
- Computer Vision: Algorithmen, die Bilder und Videos analysieren und interpretieren können, z.B. zur Erkennung von Anomalien in medizinischen Bildgebungen.
- Robotik: Einsatz von Robotern zur Unterstützung von medizinischen Eingriffen, zur Automatisierung von Laborprozessen und zur Verbesserung der Patientenversorgung.
Physiologische/Technische Mechanismen (Deep Dive)
Um die Funktionsweise von KI im Gesundheitswesen zu verstehen, ist es wichtig, sich mit den zugrunde liegenden physiologischen und technischen Mechanismen auseinanderzusetzen. Im Kern basieren viele KI-Anwendungen auf der Analyse von großen Datensätzen, um Muster und Zusammenhänge zu identifizieren, die für das menschliche Auge oft unsichtbar sind. Diese Muster können dann verwendet werden, um Vorhersagen zu treffen, Diagnosen zu stellen oder personalisierte Behandlungspläne zu erstellen.
Ein typisches Beispiel für die Anwendung von KI im Gesundheitswesen ist die Analyse von medizinischen Bildgebungen, wie Röntgenaufnahmen, CT-Scans oder MRT-Bildern. KI-Algorithmen können darauf trainiert werden, bestimmte Merkmale oder Anomalien in den Bildern zu erkennen, die auf eine Krankheit hindeuten könnten. Beispielsweise können Deep-Learning-Modelle verwendet werden, um Tumore in Lungenaufnahmen zu identifizieren oder Anzeichen von Alzheimer-Krankheit in MRT-Bildern des Gehirns zu erkennen. Eine Veröffentlichung in JAMA beschreibt den Einsatz von KI zur Früherkennung von Brustkrebs anhand von Mammographien mit einer höheren Genauigkeit als herkömmliche Methoden.
Die physiologischen Mechanismen, die hinter diesen Anwendungen stehen, sind oft komplex und beruhen auf der Analyse von subtilen Veränderungen in den Geweben und Organen. Beispielsweise kann die Erkennung von Tumoren auf der Analyse von Veränderungen in der Gewebedichte, der Vaskularisierung oder der Zellstruktur beruhen. KI-Algorithmen können diese Veränderungen mit einer hohen Genauigkeit erkennen und so dazu beitragen, Krankheiten in einem frühen Stadium zu erkennen, wenn die Behandlungschancen am höchsten sind.
Ein weiteres Beispiel für die Anwendung von KI im Gesundheitswesen ist die Analyse von genetischen Daten. KI-Algorithmen können verwendet werden, um genetische Mutationen zu identifizieren, die mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Krankheiten verbunden sind. Diese Informationen können dann verwendet werden, um personalisierte Präventions- und Behandlungsstrategien zu entwickeln. Studien auf PubMed zeigen den Nutzen von KI zur Identifizierung von genetischen Risikofaktoren für Herzkrankheiten.
Die technischen Mechanismen, die hinter diesen Anwendungen stehen, basieren auf der Verwendung von Algorithmen für maschinelles Lernen und Deep Learning. Diese Algorithmen werden mit großen Datensätzen trainiert, um Muster und Zusammenhänge zwischen genetischen Merkmalen und Krankheitsrisiken zu erkennen. Die Algorithmen lernen dann, diese Muster zu verallgemeinern und Vorhersagen über das Krankheitsrisiko von Personen zu treffen, basierend auf ihren genetischen Daten.
Natural Language Processing (NLP) spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen. NLP-Algorithmen können verwendet werden, um medizinische Texte, wie Arztberichte, Patientenakten oder wissenschaftliche Artikel, zu analysieren und wichtige Informationen zu extrahieren. Diese Informationen können dann verwendet werden, um die Patientenversorgung zu verbessern, die Forschung zu beschleunigen oder die Effizienz von Krankenhausabläufen zu steigern. Beispielsweise können NLP-Algorithmen verwendet werden, um die Symptome und Beschwerden von Patienten zu analysieren und eine vorläufige Diagnose zu stellen oder um relevante Informationen für die Behandlung zu finden.
Aktuelle Studienlage & Evidenz (Journals)
Die aktuelle Studienlage zur KI im Gesundheitswesen ist umfangreich und vielfältig. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit und den Nutzen von KI-Anwendungen in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens untersucht. Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass viele Studien noch in einem frühen Stadium sind und weitere Forschung erforderlich ist, um die langfristigen Auswirkungen und den tatsächlichen Mehrwert von KI-Lösungen vollständig zu verstehen.
Eine Analyse im The Lancet Digital Health untersuchte die Auswirkungen von KI-gestützten Diagnosewerkzeugen auf die Genauigkeit und Effizienz der Diagnose von Hautkrebs. Die Studie ergab, dass KI-Algorithmen in der Lage waren, Hautkrebs mit einer ähnlichen oder sogar höheren Genauigkeit zu erkennen als erfahrene Dermatologen. Darüber hinaus konnten die KI-Algorithmen die Diagnosezeit erheblich verkürzen, was zu einer schnelleren Behandlung und besseren Patientenergebnissen führen könnte.
Daten aus dem New England Journal of Medicine (NEJM) präsentierten eine randomisierte kontrollierte Studie, die den Einsatz von KI-gestützten Entscheidungshilfen zur Verbesserung der Behandlung von Sepsis untersuchte. Die Studie ergab, dass der Einsatz von KI-gestützten Entscheidungshilfen zu einer signifikanten Reduktion der Sterblichkeitsrate bei Sepsis-Patienten führte. Die KI-Algorithmen waren in der Lage, Patienten mit einem hohen Risiko für Sepsis frühzeitig zu identifizieren und personalisierte Behandlungsempfehlungen zu geben, die zu einer schnelleren und effektiveren Behandlung führten.
Ein Bericht im Deutschen Ärzteblatt fasste die Ergebnisse mehrerer Studien zusammen, die den Einsatz von KI zur Verbesserung der Patientenversorgung in Krankenhäusern untersuchten. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass KI-Anwendungen das Potenzial haben, die Effizienz von Krankenhausabläufen zu steigern, die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und die Kosten zu senken. Allerdings betonte der Bericht auch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Implementierung und Überwachung von KI-Lösungen, um sicherzustellen, dass sie ethisch vertretbar sind und die Patientensicherheit gewährleisten.
Studien auf PubMed zeigen, dass KI-gestützte Systeme in der Lage sind, Medikamentenwechselwirkungen vorherzusagen und personalisierte Dosierungsempfehlungen zu geben. Dies kann dazu beitragen, unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden und die Wirksamkeit der Behandlung zu verbessern.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Evidenzlage für KI im Gesundheitswesen noch nicht abschließend ist. Viele Studien sind noch in einem frühen Stadium und weitere Forschung ist erforderlich, um die langfristigen Auswirkungen und den tatsächlichen Mehrwert von KI-Lösungen vollständig zu verstehen. Darüber hinaus ist es wichtig, die ethischen und regulatorischen Aspekte von KI im Gesundheitswesen zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass KI-Lösungen ethisch vertretbar sind und die Patientensicherheit gewährleisten.
Praxis-Anwendung & Implikationen
Was bedeutet das konkret für Ärzte und Patienten? Die Implikationen der KI im Gesundheitswesen sind weitreichend und können die Art und Weise, wie medizinische Versorgung erbracht wird, grundlegend verändern. Für Ärzte bedeutet dies, dass sie Zugang zu neuen Werkzeugen und Technologien erhalten, die sie bei der Diagnose, Behandlung und Überwachung von Patienten unterstützen können. KI-gestützte Entscheidungshilfen können Ärzten helfen, komplexe medizinische Daten zu analysieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. KI-gestützte Bildgebungsanalysen können Ärzten helfen, Krankheiten in einem frühen Stadium zu erkennen und personalisierte Behandlungspläne zu erstellen.
Für Patienten bedeutet dies, dass sie Zugang zu einer personalisierten und effizienteren Gesundheitsversorgung erhalten. KI-gestützte Telemedizin-Plattformen können Patienten ermöglichen, sich bequem von zu Hause aus von Ärzten beraten zu lassen. KI-gestützte Wearable-Sensoren können Patienten ermöglichen, ihre Gesundheitsdaten kontinuierlich zu überwachen und frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. KI-gestützte Chatbots können Patienten Fragen beantworten und Informationen liefern, ohne dass sie einen Arzt aufsuchen müssen.
Die Implementierung von KI-Lösungen im Gesundheitswesen erfordert jedoch auch eine sorgfältige Planung und Umsetzung. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass die KI-Lösungen auf soliden wissenschaftlichen Grundlagen basieren, ethisch vertretbar sind und die Patientensicherheit gewährleisten. Darüber hinaus ist es wichtig, die Ärzte und das medizinische Personal ausreichend zu schulen und zu unterstützen, damit sie die KI-Lösungen effektiv nutzen können.
Ein Beispiel für die praktische Anwendung von KI im Gesundheitswesen ist die personalisierte Krebsbehandlung. KI-Algorithmen können verwendet werden, um die genetischen Profile von Tumoren zu analysieren und personalisierte Behandlungspläne zu erstellen, die auf die spezifischen Eigenschaften des Tumors zugeschnitten sind. Dies kann dazu beitragen, die Wirksamkeit der Behandlung zu verbessern und unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.
Ein weiteres Beispiel ist die KI-gestützte Überwachung von chronisch kranken Patienten. KI-Algorithmen können verwendet werden, um die Gesundheitsdaten von Patienten mit chronischen Krankheiten, wie Diabetes oder Herzkrankheiten, kontinuierlich zu überwachen und frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Dies kann dazu beitragen, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Rolle spielt KI aktuell im Gesundheitswesen in Asien?
KI spielt eine zunehmend wichtige Rolle im Gesundheitswesen in Asien, insbesondere in Bereichen wie der Diagnose von Krankheiten, der personalisierten Behandlung, der Telemedizin und der Optimierung von Krankenhausabläufen. KI-gestützte Systeme werden eingesetzt, um medizinische Bildgebungen zu analysieren, genetische Daten zu interpretieren, personalisierte Medikamentenempfehlungen zu geben und Patienten aus der Ferne zu überwachen. Allerdings ist die Implementierung von KI-Lösungen noch nicht flächendeckend und es bestehen weiterhin Herausforderungen in Bezug auf Datenqualität, regulatorische Rahmenbedingungen und ethische Bedenken. Die rasche Digitalisierung des Gesundheitswesens in vielen asiatischen Ländern bietet jedoch ein großes Potenzial für den weiteren Einsatz von KI-Technologien.
Welche Faktoren haben zum vermeintlichen ‚Ende des Hypes‘ um KI im Gesundheitswesen in Asien beigetragen?
Mehrere Faktoren haben dazu beigetragen, dass der anfängliche Hype um KI im Gesundheitswesen in Asien etwas abgeflacht ist. Dazu gehören unrealistische Erwartungen an die Leistungsfähigkeit von KI-Lösungen, Schwierigkeiten bei der Integration von KI in bestehende Gesundheitssysteme, mangelnde Datenqualität und -interoperabilität, regulatorische Hürden und ethische Bedenken. Darüber hinaus haben sich viele Investoren enttäuscht gezeigt, da die erwarteten Renditen auf ihre Investitionen in KI-Start-ups nicht immer realisiert wurden. Dies hat zu einer Verschiebung des Fokus hin zu Projekten mit klarem Mehrwert und messbaren Ergebnissen geführt.
Welche Herausforderungen bestehen bei der Implementierung von KI-Lösungen im asiatischen Gesundheitssektor?
Die Implementierung von KI-Lösungen im asiatischen Gesundheitssektor ist mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Dazu gehören die mangelnde Datenqualität und -interoperabilität, regulatorische Hürden, ethische Bedenken, der Mangel an qualifiziertem Personal, die hohen Kosten der Implementierung und die Notwendigkeit, das Vertrauen der Ärzte und Patienten in KI-Technologien zu gewinnen. Darüber hinaus ist es wichtig, die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten des jeweiligen Gesundheitssystems zu berücksichtigen, da KI-Lösungen, die in einem Land erfolgreich sind, möglicherweise nicht in einem anderen Land funktionieren. Die kulturellen Unterschiede und die unterschiedlichen Gesundheitssysteme in Asien erfordern eine individuelle Anpassung der KI-Lösungen.
Welche Zukunftsperspektiven gibt es für KI im Gesundheitswesen in der Region APAC?
Trotz der Herausforderungen gibt es für KI im Gesundheitswesen in der Region APAC vielversprechende Zukunftsperspektiven. Die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens, die steigende Nachfrage nach personalisierter Medizin und die alternde Bevölkerung in vielen asiatischen Ländern schaffen einen idealen Nährboden für den weiteren Einsatz von KI-Technologien. In Zukunft werden wir voraussichtlich einen verstärkten Einsatz von KI in Bereichen wie der Früherkennung von Krankheiten, der personalisierten Behandlung, der Telemedizin und der Automatisierung von Krankenhausabläufen sehen. Darüber hinaus werden KI-Lösungen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen spielen, die mit dem Mangel an medizinischem Personal und dem steigenden Kostendruck im Gesundheitswesen verbunden sind.
In welchen Bereichen des Gesundheitswesens in Asien wird KI bereits erfolgreich eingesetzt?
KI wird bereits erfolgreich in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens in Asien eingesetzt. Dazu gehören die Analyse von medizinischen Bildgebungen zur Früherkennung von Krankheiten wie Krebs, die personalisierte Medikamentenempfehlung basierend auf genetischen Daten, die Telemedizin zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten, die Automatisierung von Laborprozessen zur Steigerung der Effizienz und die Überwachung von chronisch kranken Patienten zur Vermeidung von Krankenhausaufenthalten. Darüber hinaus werden KI-gestützte Chatbots eingesetzt, um Patientenfragen zu beantworten und Informationen bereitzustellen, was insbesondere in Ländern mit hoher Bevölkerungsdichte und begrenztem Zugang zu medizinischem Personal von Vorteil ist.
Wie beeinflussen regulatorische Rahmenbedingungen die Entwicklung von KI im Gesundheitswesen in Asien?
Regulatorische Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von KI im Gesundheitswesen in Asien. Klare und transparente Vorschriften sind erforderlich, um die Patientensicherheit zu gewährleisten, ethische Bedenken auszuräumen und das Vertrauen der Öffentlichkeit in KI-Technologien zu stärken. Viele asiatische Länder arbeiten derzeit an der Entwicklung von Regulierungsrichtlinien für KI im Gesundheitswesen, die Aspekte wie Datenschutz, Datensicherheit, Verantwortlichkeit und Transparenz abdecken. Die Harmonisierung der Regulierungsstandards in der Region APAC könnte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch von KI-Technologien erleichtern. Die Entwicklung ethischer Leitlinien ist ebenso wichtig, um sicherzustellen, dass KI-Lösungen fair, gerecht und diskriminierungsfrei eingesetzt werden.
Fazit
Die anfängliche Euphorie um KI im Gesundheitswesen in Asien mag etwas abgeflacht sein, aber das Potenzial dieser Technologie ist nach wie vor enorm. Die Herausforderungen bei der Implementierung von KI-Lösungen sind real, aber sie sind nicht unüberwindbar. Durch eine sorgfältige Planung, eine solide wissenschaftliche Grundlage, ethische Überlegungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Patienten, Forschern und Regulierungsbehörden kann KI einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Asien leisten. Der Fokus sollte nun auf die Entwicklung und Implementierung von KI-Lösungen mit klarem Mehrwert und messbaren Ergebnissen gelegt werden, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen und die langfristige Nachhaltigkeit der KI im Gesundheitswesen zu gewährleisten.
Die Zukunft der KI im Gesundheitswesen in Asien wird von der Fähigkeit abhängen, die Herausforderungen zu meistern und die Chancen zu nutzen. Die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens, die alternde Bevölkerung und die steigende Nachfrage nach personalisierter Medizin schaffen einen idealen Nährboden für den weiteren Einsatz von KI-Technologien. Es ist zu erwarten, dass KI in Zukunft eine immer wichtigere Rolle bei der Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten spielen wird und dazu beitragen wird, die Gesundheitsversorgung in Asien effizienter, effektiver und gerechter zu gestalten.
📚 Evidenz & Quellen
Dieser Artikel basiert auf aktuellen Standards. Für Fachinformationen verweisen wir auf:
🧬 Wissenschaftliche Literatur
Vertiefende Recherche in aktuellen Datenbanken:
Dieser Artikel dient ausschließlich der neutralen Information. Er ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt. Keine Heilversprechen.