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Neue Gesellschaften zur Erforschung der (bio-)kulturellen Evolution
Dass nicht nur biologische Traditionen – wie zum Beispiel Pflanzen – evolvieren, sondern auch kulturelle Traditionen – wie zum Beispiel Sprachen oder Religionen – wusste bereits Charles Darwin. Doch nachdem deutsche Stimmen wie Ernst Haeckel gleich im 19. Jahrhundert mit “monistischen” Ansprüchen völlig überzogen, setzte nach dem zweiten Weltkrieg eine ebenso gründliche Distanzierung ein: Selbst unter deutschsprachigen Evolutionsforschenden kann man heute noch auf die irrige Auffassung vertreten, Evolution sei “nur biologisch” zu verstehen – oder es gebe nur krude Modelle zur kulturellen Evolution (Darwinismus vs. Lamarckismus, Gen – Mem o.ä.). Tatsächlich finden jedoch unter den Stichworten der Gene-Culture-Coevolution oder eben der biocultural evolution seit Jahrzehnten eine wachsende Zahl empirisch orientierter Forschungen statt, die nicht nur längst bekannte Beispiele wie die Laktoseintoleranz erkunden, sondern auch zum Beispiel darauf hinweisen, dass sich ohne die menschlichen, kulturellen Traditionen des Kochens auch unsere Anatomie (Zähne, Gebiss, Darm, Gehirn etc.) überhaupt nicht hätte in seine heutigen Formen entwickeln können. Natur und Kultur sind evolutionsgeschichtlich gesehen keine Gegensätze, sondern wechselwirkende “Tanzpartner”.
Mond bedeckt Stern Rho1-Sgr am 8.8.
Der Syzygienkönig gibt bekannt: Am Abend des Freitag, 8.8.2014, wird der fast volle Mond den Stern vierter Größe ρ1Sgr bedecken, und zwar mittig. Die Bedeckung wird über eine Stunde dauern (logisch, denn die Winkelgeschwindigkeit des Mondes ist knapp ein halbes Grad pro Stunde und rund ein halbes Grad ist auch sein scheinbarer Winkeldurchmesser).
G8, G9? Das Leben als Experimentierwiese
Schulreformen sind umstritten. Liegt das an den Gefühlen der Betroffenen oder daran, dass hier etwas Wichtiges auf dem Spiel steht? Die jüngste Reform des Gymnasiums wird nun stückweise zurückgedreht – und der Beitrag der Wissenschaft scheint enttäuschend.