Nein, ist sie nicht. – Das behauptet zumindest Prof. Christopher Davis. Seine Argumente legt er in diesem Vortrag dar (die vier restlichen Teile können bei Youtube bestaunt werden):
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Traumberuf Medizinjournalist (IX)
G-BA zweifelt an Fachkompetenz und Unabhängigkeit…
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beklagt nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung Ungereimtheiten in einem Schreiben der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Bewertung der HPV-Impfung.
[…]
Für die Bewertung des zweiten HPV-Impfstoffs werden gar Daten aus Kurzfassungen von Studien übernommen, offenbar ohne Einblick in die ganzen Studien genommen zu haben.
[…]
Widersprüche in ihrer Argumentation scheine die Stiko dabei nicht zu bemerken. So würde, folgte man der Stiko, “die Impfung fast doppelt so viele Fälle von Krebsvorstufen verhindern wie möglicherweise überhaupt vorkommen”.
Die Patientenvertreterin im G-BA äußert darüberhinaus Zweifel an der Unabhängigkeit der Stiko-Mitglieder, die erst nach großem öffentlichen Druck mehrheitlich finanzielle Interessenkonflikte offengelegt hatten.
Auch an der Vollständigkeit der Stiko-Selbstauskünfte zu potentiellen Interessenkonflikten sind möglicherweise
Zweifel angebracht.
Interessenkonflikte Titelthema im Ärzteblatt
Der Regensburger Professor David Klemperer erläutert der staunenden deutschen Ärzteschaft in der aktuellen Ärzteblatt-Titelgeschichte, was Interessenkonflikte sind und warum sie problematisch sind.
Seine Forderungen am Ende des Artikels:
Der größte Teil der Interessenkonflikte in der Medizin ist mit wenigen Maßnahmen vermeidbar. Dazu wäre es erforderlich, dass Ärzte in Zukunft keinerlei Geschenke der Industrie mehr annehmen und auf jegliche Finanzierung ihrer Fortbildung durch die Industrie verzichten. Auch die Forschung sollte so gestaltet werden, dass das Streben nach Wahrheit nicht durch kommerzielle Interessen gefährdet wird – dies erfordert grundlegende, politisch zu beschließende Veränderungen der […]