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… der Gesundheit auf der Spur!

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben?

Auch wenn Michail Sergejwitsch Gorbatschow diesen Satz niemals so gesagt hat, hat er Recht.

Naja, meistens. Aber eigentlich will ich nicht über Verspätungen oder Trantutigkeit schreiben, sondern über Hektik.

Die meisten KollegInnen sind gestreßt, wenn sämtliche Päpste und Gegenpäpste der katholischen Kirche auf der Station boxen. Ich eigentlich auch. Eigentlich. Doch merke ich recht zeitig, wenn ich nicht pünktlich heimkommen werde. Und dann ist es ohnehin egal. Und ich schalte einen Gang runter. Arbeite langsamer. Und damit paradoxerweise wieder schneller.

Hektik und Streß sind Gift für mich. Eigentlich. Aber indem ich ruhiger arbeite, werde ich selbst auch ruhiger. Und dadurch kann ich mich deutlich besser konzentrieren und mache weniger Fehler, vergesse nicht so viel (immer ein Problem bei mir) und bin besser drauf. Und die PatientInnen bekommen doch die Zuwendungen, die sie brauchen, die ihnen zusteht und ohne die zu geben ich mit schlechtem Gewissen heimgehen würde.
Und der Streß auf der Station überträgt sich nicht auf die ohnehin in der Regel gestreßte Kundschaft. Das, finde ich, darf sie auch nicht, denn denen tut das auch nicht gut. Krankheit ist eh scheiße, und bei uns haben die alle Krebs. Oder warten auf Ergebnisse und haben Angst. Dann noch der Streß der Station? Nicht gut.

Und ich selbst muß auch auf mich selbst achtgeben. Ich möchte kein F33-Rezidiv. Also gilt: In der Ruhe liegt die Kraft.

Streß macht man sich. Und das laß ich dann doch lieber bleiben.

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